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Newsletter 04/2020
                                                                         

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Foto: ASB / Hannibal


Liebe Samariterinnen, liebe Samariter,
sehr geehrte Damen und Herren,

die allermeisten von uns erleben sich zum ersten Mal in der Situation einer Pandemie. Für jeden von uns hat sich der Alltag verändert. Alles, was uns lieb und teuer ist, steht auf dem Prüfstand. Bisher ganz automatisch ablaufende Schritte fordern von uns plötzlich solidarische Rücksichtnahme.

Verständlicherweise sind die Erwartungen in den Arbeiter-Samariter-Bund hoch. In unserem Landesverband arbeiten Haupt- und Ehrenamt mit Hochdruck an der Bewältigung des Notwendigen und der Gestaltung von Lösungen.

Der ASB-Landesvorstand und die ASB-Landesgeschäftsführung haben keine wertvolle Zeit verloren, unsere Fachleute in Haupt- und Ehrenamt aus dem Landesverband und den Regionalverbänden in die Planung und Koordination aller Maßnahmen einzubeziehen. Unsere Kernkompetenzen bezüglich der Bewältigung der Corona-Krise liegen hierbei im ASB Fachdienst Katastrophenschutz, der strukturbedingt eng und auch in direkter Abstimmung mit der Einsatzleitstelle der Berliner Feuerwehr zusammenarbeitet, und der ASB Rettungsdienst Berlin GmbH.

Wir sind sehr dankbar für das Engagement und die Kompetenz unserer Verantwortlichen, die sich gerade in dieser kritischen Zeit im gemeinsamen Führungsstab als Management-Runde zusammengefunden haben, um die Kommunikation und Koordination noch effizienter umzusetzen.

Auch in unserer Verbandsstruktur haben sich erhebliche Veränderungen eingestellt: Unsere Geschäftsstellenmitarbeiter halten aus dem Homeoffice heraus den Betrieb aufrecht, während die direkten Angebote für unsere Mitbürger wie der Wünschewagen, Weiterbildungen und viele Bereiche mehr, die zu unseren satzungsmäßigen Kernaufgaben gehören, auf ein Notprogramm beschränkt werden müssen.

Das betrifft auch unsere ASB-Kindertagesstätten, die seit dem 17. März 2020 den Normalbetrieb eingestellt haben. In der Triftbande wurde für Kinder, deren Eltern in der Gesundheitsversorgung, Sicherheitssystemen, Einrichtungen der sozialen Daseinsfürsorge, Energieversorgung und Lebensmittelversorgung arbeiten, eine Notbetreuung eingerichtet.

Besonders groß ist die Belastung für unsere RTW- und KTW-Teams, die an vorderster Stelle Hilfe leisten. Wie ein Damokles-Schwert fährt das Bewusstsein einer möglichen Infektion und die Unsicherheit noch nicht ausgereifter Behandlungsmethoden mit.

Es ist wenig zielführend zu spekulieren, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Wir im ASB bündeln unsere Kräfte, um die kurz- und mittelfristigen Herausforderungen bestmöglich zu meistern. So zum Beispiel auch in unserem Nachbarschaftshilfsangebot asbhilft.berlin. Das Gemeinschaftsprojekt aller Berliner ASB-Verbände wurde innerhalb kürzester Zeit ins Leben gerufen. Seit dem 22. März 2020 verbindet es Hilfesuchende und Helfer in Berlin und bietet Unterstützung von der Einkaufshilfe bis zum Spaziergang mit dem Hund.

Wir sind uns bewusst, dass sich viele Samariterinnen und Samariter in den letzten Wochen ganz besonders für unsere Gemeinschaft engagiert haben. Gerade in Zeiten, in denen auch das Berufs- und Privatleben hohe Ansprüche an jeden von uns stellt, ist dies alles andere als selbstverständlich. Wir bedanken uns bei Euch, dass Ihr Euch jetzt ohne Wenn und Aber zu unseren Werten und Leitbildern bekennt und zeigt, dass unser Motto für uns verbindlich ist: Wir helfen hier und jetzt!

Euch und Ihnen allen wünschen wir schöne Ostertage. Bleiben Sie gesund.

Detlef Kühn
Stellvertretender Landesvorsitzender Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Berlin e. V.



Inhalt

Zwei Wochen ASBhilft.berlin
„Den Menschen in unserer Umgebung zu helfen, ist echt nicht schwer“
Rettungssanitäter beim ASB in Berlin
Zu Gast bei der Senatsverwaltung
Versorgung bei Atemschutzmasken sichern
Arbeiten in Zeiten von Corona
Kindernotbetreuung in den ASB-Kitas
Baufortschritt Kita am Schlosspark
Neue Mitarbeiterin für die Akademieleitung
Sascha Swade ist Ersthelfer bei Berlin Schockt
Stop the sudden cardiac arrest
Zwischenfazit Bundesfreiwilligendienst

Corona-Prävention: ASB Berlin setzt weiterhin alle Veranstaltungen aus
Foto des Monats

Zwei Wochen ASBhilft.berlin
ein zwischenfazit
Seit gut zwei Wochen ist das Nachbarschaftsportal asbhilft.berlin mittlerweile online. Seitdem haben wir über 80 Helferinnen und Helfer registriert – unter den Voraussetzungen einer Selbstauskunft zur Straffreiheit sowie der gesundheitlichen Eignung. Diese Kriterien schützen dabei sowohl die Helfer als auch die Empfänger der Hilfeleistungen. Insgesamt über 30 Hilfeleistungen konnten wir bereits über das Portal vermitteln, darunter vor allem Einkaufshilfen und Medikamentenabholungen. Die eigentlichen Hilfeleistungen dürften sich inzwischen sogar auf die doppelte Zahl belaufen, da nach dem ersten Kontakt häufig eigenständig weitere Einkäufe organisiert werden. Die meisten Hilfeleistungen finden bisher in Reinickendorf, im Wedding und Neukölln statt und werden vor allem von älteren Menschen in Anspruch genommen, die zur Risikogruppe gehören und ihre Wohnung derzeit nicht verlassen wollen. Die Hilfegesuche erreichen uns dabei vor allem telefonisch, zum Teil auch per Mail. Die Hotline für die Telefone und das Mailpostfach teilen sich dabei zumeist fünf bis sechs Helfer, die die Anfragen entgegennehmen – darunter FSJler, hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Regionalverband Nordwest und Freiwillige aus den Regionalverbänden Südost und Nordost. Was die Sicherheit der Helfer betrifft, freuten wir uns letzte Woche über rund 30 selbstgenähte Schutzmasken. Darüber hinaus erhalten die Helfer vor ihren Einsätzen ausführliche Hinweise zu Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabständen. Die Resonanz auf das Portal fiel bisher durchweg positiv aus, so wie auch bei Familie Jakob, die sich nach erfolgreicher Einkaufsvermittlung herzlich per E-Mail bei dem Team von asbhilft bedankte: „Das hat heute alles sehr gut funktioniert. Der ASB hat uns toll geholfen und wir sind sehr glücklich. Viel Erfolg weiterhin bei Ihrer Arbeit.“
Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB / Hannibal
„Den Menschen in unserer Umgebung zu helfen, ist echt nicht schwer“
Samariter Johannes Schwierz macht mit bei ASBhilft.berlin
Johannes Schwierz, 23 Jahre aus Berlin-Lichterfelde, engagiert sich seit dem Jahr 2012 beim ASB in Berlin. Gerade in Krisenzeiten findet er bürgerschaftliches Engagement wichtig. Als Samariter ist er deshalb begeistert vom neuen Nachbarschaftshilfsprojekt ASBhilft.berlin. „Als ich vom Projekt ASB hilft Berlin erfuhr, war ich von der Idee begeistert. Bis dahin hatte ich nur bei mir im Hausflur einen Zettel ausgehangen, um meine Hilfe anzubieten. Allerdings wusste ich natürlich nicht, ob es vielleicht zwei Häuser weiter jemanden gibt, der Hilfe braucht ohne sie zu erhalten.“

Genau hier setzt ASBhilft.berlin an und verbindet Hilfesuchende mit Freiwilligen. „Den Menschen in unserer Umgebung zu helfen ist echt nicht schwer. Man meldet sich an, bekommt einen Kontakt vermittelt, fragt nach, was eingekauft werden soll, schwingt sich auf den Drahtesel, fährt einkaufen und bringt den Einkauf zu dem Menschen, den man unterstützt, nach Hause. Mit etwas Glück kann man auf dem Weg sogar noch die Frühlingssonne genießen“, erklärt Schwierz. Zwei Mal konnte er bereits Menschen helfen, die zurzeit nicht allein einkaufen können oder dürfen. Am Montag erst gab es eine dringende Bestellung. In 14 Läden suchte der Samariter nach Toilettenpapier, im 15ten hat es dann geklappt.

Für ASBhilft.berlin wünscht er sich vor allem, dass noch mehr Menschen von dem Projekt erfahren und mitmachen: „Es ist ein tolles Projekt und ich würde mich freuen, wenn noch mehr Leute daran teilnehmen."

Hilfesuchende können sich einfach über die Hotline 030 62933759 melden. Wir suchen dann einen Helfenden in der Nähe. Wer helfen will, kann sich auf www.asbhilft.berlin anmelden.

Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB Berlin / J. Schwierz
Rettungssanitäter beim ASB in Berlin
alexander Heinrich im Filmporträt
„Die Momente der größten Belohnung sind die, wo ich ein ehrliches Danke von Menschen höre“, erklärt Alexander Heinrich. Im jetzt erschienenen Filmporträt beschreibt er sein ehrenamtliches Engagement als Rettungssanitäter beim ASB Regionalverband Berlin-Nordwest e.V.
Über mehrere Drehtage hatten Studierende im Studiengang "Konzept und Regie" der DMA die medienakademie Berlin Alexander Heinrich begleitet. Die Nahaufnahme gibt nicht nur einen interessanten Einblick in das ehrenamtliche Engagement beim ASB in Berlin, es motiviert auch, selbst mitzumachen.
Ein wunderbares Ehrenamtsporträt, für das wir uns herzlich bei unserem Kooperationspartner, der DMA  die medienakademie Berlin und den Studierenden Freya Göhler, Sophia-Marie Oelze, Jeron Marchler, Sandra Schubert und Alexander Steppat bedanken.
> Zum Filmporträt

Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB Berlin / DMA
Zu Gast bei der Senatsverwaltung
vorstellung des wünschewagens
Am 11. März lud die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung den Wünschewagen Berlin ein, unser Herzensprojekt beim „9. Runden Tisch für Hospiz- und Palliativversorgung“ vorzustellen. Die Teilnehmer der Runde konnten den Wünschewagen live besichtigen und sich die Ausstattung erklären lassen. Bei einer anschließenden Präsentation erfuhren sie auch alles Wissenswerte über das Projekt, erhielten über Fotos und kleine Geschichten einen tieferen Einblick und hatten die Möglichkeit, Fragen zum Anfragemanagement und zur Wunschumsetzung zu stellen. Wir freuen uns sehr, dass wir den Wünschewagen bei dieser Gelegenheit vorstellen durften und bedanken uns bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung herzlich für die Einladung. Ein großer Dank geht auch an unseren Wunscherfüller Christian Kießling für seine Unterstützung.
Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB Berlin/ P. Dichtl
Versorgung bei Atemschutzmasken sichern
begrenzte wiederaufbereitung möglich
Der Krisenstab der Bundesregierung gibt ein neues Wiederverwendungsverfahren für medizinische Schutzmasken in Ausnahmefällen bekannt: Zukünftig gibt es die Möglichkeit, im Rahmen des Verfahrens eine begrenzte Wiederaufbereitung (maximal dreimal) von Atemschutzmasken insbesondere mit Filterfunktion (FFP2 und FFP3) durchzuführen. Dazu sind besondere Sicherheitsauflagen einzuhalten: Das neue Verfahren erfolgt durch das ordnungsgemäße Personifizieren, Sammeln und Dekontaminieren der Masken durch Erhitzen. Es kann in Ausnahmefällen, wenn nicht ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist, in den Einrichtungen des Gesundheitswesens mit vorhandenen Mitteln kurzfristig umgesetzt werden, ohne das Schutzniveau zu senken...mehr
Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB / Hannibal
Arbeiten in Zeiten von Corona
austausch findet weiterhin statt
Trotz und wegen Corona stehen wir im ASB Berlin gliederungsintern und – extern in regelmäßigem Austausch. So finden alle regelmäßigen Besprechungen weiterhin statt, entweder als Video- oder Telefonkonferenz. Ein besonders wichtiges Austauschgremium ist dabei aktuell die sog. ASB-Management-Runde, die sich alle paar Tage zu den aktuellsten Entwicklungen rund um die Corona-Krise austauscht und gegenseitig über die aktuelle Lage in den einzelnen Bereichen informiert. Mit dabei sind Vertreter aus unseren Fachdiensten, aus den Regionalverbänden, aus dem Rettungsdienst und der Landesgeschäftsstelle. Die Informationen sowie die Abstimmungsergebnisse aus den Konferenzen werden dabei regelmäßig protokolliert und betreffen Themen wie die Vorbereitung einer eventuellen Ausgangssperre, Materialbestellungen, Helferfreistellungen oder den Einsatz von Rettungstransportwagen.
Foto: ASB Berlin / Hannibal
Foto: ASB Berlin / P. Dichtl
Kindernotbetreuung in den ASB-Kitas
Lydia Bergen im Interview

Der ASB Berlin betreibt aktuell zwei Kitas. Der normale Kitabetrieb setzt seit gut zwei Wochen aus. Allerdings bieten wir in unserer Triftbande nach wie vor eine Notbetreuung für Kinder, von denen mindestens ein Elternteil in einem sog. systemrelevanten Beruf arbeitet. Betreut werden sowohl Kinder aus der Triftbande als auch aus der Hugenottenhofkita. Einrichtungsleitung Lydia Bergen gibt Einblicke in den momentanen Kita-Alltag.
 
Wie viele Kinder kommen im Moment zu Euch?
Angemeldet für unsere Notbetreuung sind aktuell 21 Kinder. Im Durchschnitt sind täglich zwischen acht und zehn Kinder bei uns in der Einrichtung.
Manchmal sind es auch nur sechs Kinder. Die Eltern halten sich sehr strikt daran, dass sie ihre Kinder nur in die Notbetreuung bringen, wenn sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Dadurch, dass wir theoretisch jeden Tag mit bis zu 20 Kindern kalkulieren müssen, sind immer sechs Erzieherinnen und Erzieher im Kitadienst. Die anderen befinden sich im Homeoffice, arbeiten an der Konzeption oder bereiten Entwicklungsgespräche vor.
 
Wie geht Ihr mit den allgemeinen Empfehlungen um, z.B. Abstand zu halten?
Die Abstandsregelung von 1,5 Metern ist in den Kitas natürlich schwer einzuhalten. Vor allem kleine Kinder brauchen und suchen die körperliche Nähe und begegnen sich im Spiel. Wenn Erzieher dabei sind, achten wir darauf, die Kinder weit genug voneinander entfernt zu setzen, etwa beim Mittagessen und sie halten den Abstand beim Mittagsschlaf ein. Außerdem nehmen wir uns viel Zeit für richtiges und regelmäßiges Händewaschen. Eine unserer Mütter aus der Hugenottenhofkita hat außerdem letzte Woche Schutzmasken für uns genäht, mit denen wir uns ausstatten können, um uns und andere noch besser zu schützen.
 
Wie erklärt Ihr den Kindern die veränderte Situation?
Wir versuchen natürlich, den Alltag genauso normal und schön zu gestalten, wie es die Kinder gewohnt sind. Die älteren Kinder verstehen die Situation ganz gut und freuen sich alle schon auf die Zeit nach Corona. Mit ihnen kommunizieren wir ganz offen.
 
Worauf freust Du dich am meisten nach der Corona-Krise?
Auf ein volles Haus. Und natürlich, dass alle Kinder gesund in unsere Einrichtungen zurückkommen und wir als Kolleginnen und Kollegen wieder vollzählig sind. Der Alltag ist momentan wirklich sehr ruhig, fast wie eine Art Geisterkita. Ich freue mich einfach auf Alltag und Normalität und auf die üblichen Turbulenzen mit ganz vielen Kindern um uns herum.

Foto: ASB / Hannibal
Foto: ASB Berlin / P. Dichtl
Baufortschritt Kita am Schlosspark
Bauarbeiten gehen in die letzte Runde
Wir freuen uns über den Baufortschritt in unserer neuen Kita am Schlossplatz. So haben wir in den letzten Wochen einige Arbeitseinsätze durchgeführt: Die Bäder sind eingerichtet, die Küchen sind bereits fertiggestellt, die Dachterrasse steht und die Sauna ist abgenommen. „Bauarbeiter und Erzieherinnen legen nun gemeinsam Hand an, um die Eröffnung am 1. Juni sicherzustellen. Wir liegen gut im Zeitplan“, so Steffen Zobel, Geschäftsführer der ASB Kinder- und Jugendhilfe. Die Kita am Schlosspark ist neben der Hugenottenhofkita und der Triftbande die dritte ASB-Kita in Berlin. Auch für unsere neue Kita suchen wir noch Erzieher*innen, Sozialassistenten*innen, englische Muttersprachler*innen und ehrenamtliche Leseomas und -opas.

Bild: ASB Berlin/ S. Zobel
Neue Mitarbeiterin für die Akademieleitung
 Darina Hücker stellt sich vor

Ich bin Darina Hücker und seit drei Wochen im Landesverband Berlin die neue Leitung der Akademie. Mein Einstieg fällt in eine turbulente Zeit, oder vielmehr in eine Zeit mit reduzierten persönlichen Kontakten und sehr eingeschränktem Alltagsgeschäft. Trotz dieser ungewöhnlichen Einarbeitungszeit fühle ich mich sehr gut aufgenommen, freue mich über engagierte Kollegen/innen, die mich am Telefon einarbeiten und unkomplizierte Videokonferenzen, die den Einstieg trotz Distanz erleichtern.
Letztlich bin ich krisenerprobt nach vielen Jahren in der Bildungsbranche mit ihren ständig neuen Herausforderungen und Marktstürmen (oder –flauten). Ursprünglich Lehrerin, entwickelte und koordinierte ich bei verschiedenen Bildungsträgern Bildungsangebote und bündelte die unterschiedlichen Interessen von Lehrenden und Lernenden, Betrieben und Behörden und internen wie externen Schnittstellen. Erfahrungen habe ich dabei mit verschiedensten Ausbildungs- und Fortbildungsformaten und Branchen gesammelt: Von Berufsfachschulen für Altenpflege oder Sozialassistenz bis hin zu Fernstudiengängen in der Pflege und Fortbildungen für Büromanagement oder Betreuungshilfe.
Ich schaue immer gern über den Tellerrand hinaus und freue mich auf die Herausforderung der Akademieentwicklung und auf die Arbeit mit engagierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Samariter/innen!

Foto: privat
Sascha Swade ist Ersthelfer bei Berlin Schockt
Interview mit dem Ausbildungsleiter des ASB Berlin-Nordost

In Zeiten von Corona ist gegenseitige Hilfe wichtiger denn je. Das gilt einmal mehr auch für die Erste Hilfe im Herznotfall. Wenn bei einem Herznotfall zuhause, beim Einkaufen oder Spazierengehen Ersthelfer frühzeitig mit der Reanimation beginnen, kann dies Leben retten. Mit der Berlin-Schockt-App kann man Ersthelfer zu Hilfe alarmieren - vorausgesetzt, sie haben sich zuvor in der App registriert. 134 Ersthelfer machen bereits mit. Der frisch gebackene Ersthelfer Sascha Swade ist Ausbildungsleiter des ASB Berlin-Nordost. Im Interview erzählt er, was ihn dazu bewegt.

Herr Swade, Sie sind Ausbildungsleiter beim ASB Berlin-Nordost. Worin besteht Ihre Arbeit?
In erster Linie gebe ich Erste-Hilfe-Kurse, gestalte die Inhalte der Ausbildung von der Ersten Hilfe bei Kindernotfällen bis zum Sanitätshelfer. Bestandteil dieser Ausbildung ist auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit und ohne Automatisierten Externen Defibrillator, kurz AED. Darauf lege ich persönlich sehr großen Wert.

Warum engagieren Sie sich für Berlin Schockt?
Aus meiner Erfahrung als ausgebildeter Rettungssanitäter weiß ich, wie wichtig Erste Hilfe mit AED ist, um die Zeit zu verkürzen bis der Rettungsdienst kommt. Als Ersthelfer den Notruf zu wählen, die Situation zu erkennen, richtig zu beurteilen und zu handeln, darauf kommt es an. Aber vor allem auch darauf, schnell zu reagieren, wenn jemand in Not ist. Jede Minute zählt. Deshalb habe ich mich bei Berlin Schockt registriert. Wenn in meiner Nähe ein Notfall ist, bei dem ich helfen kann, dann möchte ich das tun.

Konnten Sie schon einmal helfen, Leben zu retten?
Bei meiner Arbeit als Rettungssanitäter konnte ich das häufig. Bei meinem Engagement im Rettungsdienst habe ich außerdem bei vielen Gelegenheiten mit AED reanimiert. Deshalb weiß ich: So werden Leben gerettet.

Was liegt Ihnen als Ersthelfer besonders am Herzen?
Mit dem schönen Gefühl nach Hause zu gehen, ich habe jemandem geholfen und die unausgesprochene Dankbarkeit - das ist meine Motivation. Gerade in der neuen Situation der Ausbreitung des Corona-Virus, geht es darum, aktiv zu helfen. Darum, dass sich nicht jeder um sich selbst kümmert, sondern Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind angesagt.

Was wünschen Sie sich für Berlin Schockt?
Ich wünsche mir, dass sich noch mehr Menschen registrieren und die Notwendigkeit zu helfen, erkennen. Vielleicht trägt die App dazu bei, die Angst, dabei etwas falsch zu machen, ein wenig abzubauen. Alle erforderlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen sind in der App gut beschrieben. Man kann eigentlich nichts falsch machen.

Foto: ASB Berlin / J. Schol
Stop the sudden cardiac arrest
CPR Training bei Biotronik
„CPR Training - stop the sudden cardiac arrest“ – das war der Titel des Reanimationstrainings am 9. März 2020 bei BIOTRONIK. Unsere Fachberaterin Notfallausbildung Natalie Engel führte 24 Teilnehmende in Englisch durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit einem Automatisierten Externen Defibrillator (AED). Mit großem Interesse für das Thema und viel Ausdauer wurde an vier Übungsplätzen trainiert, um im Herznotfall bestmöglich Hilfe leisten zu können. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen tollen ersten Workshop!


Dr. med Ilka Neumann, Director CRM Academy Biotronik (l.) und Katrina Sowak, Senior Manager & Trainer, CRM Academy zeigen, wie es geht.

Foto: ASB / M. Rohrmann
Zwischenfazit Bundesfreiwilligendienst
jonathan schol über seine bisheringen erfahrungen in der Landesgeschäftsstelle

Meine Name ist Jonathan Schol und ich mache seit September 2019 einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Öffentlichkeitsarbeit der Landesgeschäftsstelle. Zu meinem Aufgaben gehören unter anderem Social-Media, der Newsletter, generelle Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und die Mitarbeit an der App „Berlin Schockt.“ Durch das große Spektrum an Aufgaben sammle ich allerhand Erfahrungen in verschiedenen Bereichen z.B. lerne ich wie „typo3“ funktioniert.
Sehr zu meiner Freude stellte sich meine Arbeit als abwechslungsreich heraus. Mein Arbeitsplatz ist nicht nur das Büro, sondern ich bin auch bei Verleihungen, Eröffnungen und anderen Veranstaltungen, auf denen Fotos gemacht werden müssen.
Ebenfalls sind als FSJler oder BFDler Seminartage Pflicht, die über das ganze Jahr verteilt stattfinden. Diese Tage oder auch Wochen sind sehr interessant und bieten für jedermann etwas. Dort werden auch andere Themen behandelt, welche in erster Linie gar nichts mit dem eigentlichen Freiwilligendienst zu tun haben.
Ein FSJ oder BFD empfehle ich jedem, der vielleicht noch nicht weiß, was er machen will und nach einer beruflichen Perspektive sucht. Ebenfalls kann es super als beruflicher Einstieg genutzt werden. Mir hat es sehr geholfen und bis jetzt auch sehr viel Spaß gemacht.
Ich freue mich auf die weiteren Monate.
Jonathan Schol

Foto: ASB / P. Dichtl
Corona-Prävention
ASB berlin setzt weiterhin alle Veranstaltungen aus

Das öffentliche Leben in Berlin kam in den letzten Wochen weitgehend zum Stillstand. Um unsere Mitarbeiter, Freiwilligen, Kunden und Partner vor vermeidbaren gesundheitlichen Risiken zu schützen, halten wir unsere präventiven Maßnahmen weiterhin aufrecht:

  • Bis auf eine Notbetreuung bleiben unsere beiden Kitas weiterhin geschlossen.
  • Mit unseren Erste-Hilfe-Kursen und anderen Fort- und Weiterbildungen setzen wir weiterhin aus.
  • Bis zum 17.04.2020 finden außerdem keine Seminare im Rahmen der Freiwilligendienste statt.
  • Bis auf weiteres führen wir keine Wunschfahrten durch.
  • Neuinstallationen von Hausnotrufgeräten werden bis auf sehr dringende Fälle zunächst bis Mai 2020 ausgesetzt.
  • Beratungen zu Patientenverfügung werden zurzeit ebenfalls nicht vermittelt.
  • Der Beginn der Wasserrettungssaison wird auf den 1. Mai verschoben.
  • Das nächste Seniorentreffen haben wir in die 2. Jahreshälfte verschoben.

Wegen der aktuellen Gesundheitslage wird es zudem auch in unserer Landesgeschäftsstelle zu leichten Einschränkungen kommen. Neben einer Notbesetzung arbeiten unsere Mitarbeiter soweit möglich bis auf Weiteres im Homeoffice. Per E-Mail und Telefon sind wir uneingeschränkt zu den Bürozeiten erreichbar.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Foto: ASB/ P. Dichtl
Foto des Monats
wir arbeiten für euch. Bleibt ihr für uns zu hause
Thomas Jordan, Leiter des ASB Rettungsdienstes Berlin: "Unsere Einsatzkräfte sind für alle Bürgerinnen und Bürger unterwegs und müssen sich jeden Tag auf die neuen, veränderten Ressourcen und Einsatzlagen einstellen und ich bin stolz, dass unsere Teams so gut zusammen funktionieren. Im Namen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte ich aber auch nochmal darauf hinweisen, dass CoVid-Symptome, die nicht lebensbedrohlich sind, über den ärztlichen Notdienst unter 116117 gemeldet werden und ein ärztlicher Bereitschaftsdienst sich dieser Erkrankung annehmen kann."
Foto: ASB Berlin / C. Klein



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ASB-Landesverband Berlin e.V.
Patricia Dichtl, Melanie Rohrmann, Jonathan Schol
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